Yogakissen Anwendung in der Praxis – gestützte Haltung auf dem Bolster

Yogakissen Anwendung: So setzt du dein Kissen richtig ein

Zuletzt aktualisiert: 24. Juli 2026

Die richtige Yogakissen Anwendung entscheidet darüber, ob dein Kissen wirklich unterstützt — oder nur herumliegt. Kurz zusammengefasst: Du nutzt es als Sitzerhöhung für einen aufrechten Rücken, als Stütze in Asanas und als Hilfe beim Entspannen und Meditieren. Wie du es in jeder dieser Situationen richtig platzierst, welche Höhe und Form wann passt und welche Fehler du dir sparen kannst, zeigt dir dieser Guide.

Was ist ein Yogakissen und wofür ist es da?

Ein Yogakissen (auch Meditationskissen oder — in länglicher Form — Bolster) erhöht deine Sitzposition und stützt den Körper in Haltungen, die sonst unbequem oder unsauber wären. Es entlastet Rücken, Hüften und Knie, richtet die Wirbelsäule auf und macht längeres Sitzen in der Meditation genauso möglich wie tiefe Entspannung im Yin- und Restorative-Yoga. Kurz: Es ist das vielseitigste Hilfsmittel der Yoga-Praxis — wenn es richtig angewendet wird.

💡

Gut zu wissen, bevor du loslegst: Die meisten Anwendungsfragen (Höhe? Härte? Form?) beantwortet ein Kissen von selbst, wenn sich beides einstellen lässt — beim aufblasbaren BOLSTair Basic regelst du Höhe und Festigkeit über die Luftmenge. ↓ Direkt zum Abschnitt „aufblasbares Yogakissen" springen

Warum die richtige Anwendung den Unterschied macht

Yogakissen ermöglichen eine bequeme, stabile Sitzposition — gerade bei längeren Meditationseinheiten. Die Erhöhung entlastet Rücken und Hüften und gibt dir Stabilität und Komfort. In Asanas dienen sie als Hilfsmittel für Ausrichtung und Balance: unter den Knien gegen Gelenkdruck, hinter dem Rücken oder unter dem Kopf als Stütze.

Falsch eingesetzt passiert allerdings das Gegenteil: Ein falsch platziertes oder zu hohes Kissen führt zu Fehlausrichtungen und Überlastung. Deshalb gilt: Anwendung immer an den eigenen Körper anpassen — und im Zweifel eine Yogalehrerin draufschauen lassen. Wie du grundsätzlich aufrecht und gesund sitzt, erklärt unser Beitrag Richtig sitzen auf dem Yogakissen.

Vorbereitung: Position, Atmung, Entspannung

Die richtige Position finden

  • Setz dich mit gekreuzten Beinen oder in einer für dich bequemen Position auf das Kissen.
  • Das Gesäß liegt gut gestützt auf — Becken leicht nach vorn gekippt, Wirbelsäule aufrecht, Knie tiefer als die Hüfte.
  • Experimentiere mit der Höhe: Mehr Höhe hilft bei eingeschränkter Flexibilität, weniger Höhe fordert die Haltemuskulatur.

Atmung und Entspannung

  • Atme bewusst tief ein und aus — das beruhigt den Geist und vertieft die Entspannung.
  • Spür nach, wie das Kissen dich trägt, und lass gezielt Anspannung los.
  • Nimm dir die Zeit auf dem Kissen bewusst als Erholungsraum — nicht als Wartezeit zwischen Übungen.

Yogakissen Anwendung in der Praxis: Asanas, Meditation, Entspannung

Unterstützung bei Asanas

Richtig platziert verbessert das Kissen Ausrichtung, Stabilität und Flexibilität. Die Klassiker:

Asana Anwendung des Yogakissens
Sukhasana (Leichter Sitz) Unterstützung des Gesäßes für eine aufrechte Wirbelsäule
Balasana (Kindeshaltung) Kissen unter Brust oder Stirn für zusätzlichen Komfort
Setu Bandhasana (Brücke) Becken mit dem Kissen unter dem Steißbein erhöhen
Viparita Karani (Beine an die Wand) Kissen unter dem Gesäß stützt die untere Wirbelsäule

Einen kompletten Übungskatalog mit Schritt-für-Schritt-Anleitungen findest du in unserem Beitrag Übungen mit dem Yogakissen — hier geht es um das Wie der Anwendung.

Meditation und Entspannung

Für die Meditation hebt das Kissen unter dem Gesäß dein Becken an — die Wirbelsäule richtet sich fast von selbst auf, die Beine schlafen nicht ein. In Savasana entlastet ein Kissen unter Kopf oder Kniekehlen die Muskulatur und lässt den Körper vollständig loslassen. Welche Kissenform sich für reine Meditation eignet, vergleicht unser Beitrag Yogakissen vs. Meditationskissen.

Das richtige Yogakissen auswählen

Größe und Form

Kissenform Verwendung
Rundes Kissen (Zafu) Sitzmeditation, Unterstützung für Rücken und Nacken
Rechteckiges Kissen / Bolster Stabilität und Halt in Asanas, Yin- und Restorative-Yoga
Halbmond-Kissen Unterstützung für den unteren Rücken

Material und Füllung

Material / Füllung Beschreibung
Baumwolle natürlich, atmungsaktiv, angenehm auf der Haut
Leinen robust, gute Feuchtigkeitsaufnahme
Buchweizenschalen formbar und stützend, aber schwer und nicht waschbar
Kapok leicht und hypoallergen
Luft (aufblasbar) Höhe und Härte stufenlos einstellbar, minimales Packmaß, outdoor-tauglich

Eine ausführliche Entscheidungshilfe über alle Formen und Füllungen gibt dir der Beitrag Welches Yogakissen ist das richtige?

Lang, flach oder rund? Die richtige Form für jede Anwendung

In der Praxis entscheidet vor allem die Form darüber, wofür sich ein Kissen eignet:

Form Beste Anwendung
Langes / längliches Yogakissen (Bolster) Yin- und Restorative-Yoga: trägt den ganzen Rumpf, stützt beim Zurücklehnen und in liegenden Haltungen
Flaches Yogakissen für Sitzende mit guter Hüftbeweglichkeit und zum Unterlegen einzelner Körperteile (Knie, Handgelenke)
Großes rundes Kissen (Zafu) aufrechtes Sitzen in der Meditation: die meiste Erhöhung fürs Becken
Halbmond-Kissen stützt gezielt den unteren Rücken beim Sitzen

Ein langes, längliches Yogakissen ist also der Klassiker fürs Ablegen und Stützen, ein flaches für bewegliche Sitzende, ein großes rundes für maximale Sitzhöhe. Wer nicht mehrere Formen kaufen will, greift zu einem Modell, dessen Höhe und Härte sich über die Luftmenge anpassen lassen — vom flachen Sitzpolster bis zum hohen, festen Bolster in einem Kissen.

Der Sonderfall: aufblasbares Yogakissen — eine Anwendung, die klassische Kissen nicht können

Bei klassischen Kissen wählst du die Höhe einmal beim Kauf — danach ist sie fix. Ein aufblasbares Yogakissen dreht das um: Die Luftmenge bestimmt Höhe und Härte, und damit passt sich ein einziges Kissen an jede Anwendung an. Viel Luft = hohe, feste Sitzerhöhung für die Meditation. Weniger Luft = weiches, anschmiegsames Bolster für Yin-Yoga und Savasana. Und mit wenig Luft wird es zur instabilen Unterlage, die deine Tiefenmuskulatur beim Balance-Training fordert.

Das BOLSTair Basic bringt dafür einen patentierten, integrierten Pumpmechanismus mit — aufblasen ohne Mund und ohne externe Pumpe, in Sekunden einsatzbereit. Mit 280 g und einem Packmaß von 20×15×3 cm passt es in jede Tasche, und weil es wasserdicht ist, darf es mit an den See, an den Strand und aufs SUP. So funktioniert der Mechanismus:

Tipps für die effektive Nutzung

Reinigung und Pflege

  • Vor dem Waschen Etikett und Herstellerhinweise prüfen.
  • Abnehmbaren Bezug separat waschen — mildes Waschmittel, gründlich ausspülen.
  • Kissen vollständig trocknen lassen, bevor der Bezug wieder draufkommt.
  • Füllungen wie Buchweizenschalen dürfen nicht nass werden; bei aufblasbaren Kissen wird nur der Bezug gewaschen (beim BOLSTair bei 30° in der Maschine), die Luftblase bleibt außen vor.

Anwendung an deine Bedürfnisse anpassen

  • Größe und Form: passend zu Körpergröße und Einsatzzweck wählen — zu groß oder zu klein kostet Wirkung.
  • Festigkeit: weicher für Entspannung, fester für Stabilität. Bei fester Füllung entscheidet der Kauf, beim aufblasbaren Kissen die Luftmenge.
  • Positionierung: verschiedene Winkel und Platzierungen ausprobieren, bis Stütze und Komfort stimmen.
  • Kombination: Yogablöcke für Höhe bei stehenden Posen, Gurte für mehr Reichweite in Dehnungen.

5 häufige Fehler bei der Yogakissen Anwendung

Diese Fehler sehen Yogalehrerinnen in fast jeder Anfängerstunde — und alle fünf sind schnell behoben:

  • 1. Zu niedrig sitzen: Rutschen die Knie über Hüfthöhe, rundet sich der untere Rücken und die Hüfte verkrampft. Lösung: höheres Kissen oder mehr Luft — die Knie gehören unter die Hüftlinie.
  • 2. Auf der Kissenmitte sitzen: Wer mittig sitzt, kippt das Becken nach hinten. Setz dich auf das vordere Drittel, damit das Becken leicht nach vorn kippen kann und die Wirbelsäule sich aufrichtet.
  • 3. Das Kissen als Dauerstütze missverstehen: In der Meditation ist Stütze richtig — in aktiven Asanas sollte das Kissen helfen, die Haltung korrekt zu lernen, nicht sie dauerhaft abzunehmen. Reduziere die Unterstützung, sobald deine Beweglichkeit wächst.
  • 4. Eine Form für alles erzwingen: Ein rundes Zafu ist kein Bolster: Für Yin-Haltungen brauchst du die längliche Auflagefläche, fürs Sitzen die kompakte Erhöhung. Entweder zwei Kissen — oder eines, dessen Höhe und Härte sich anpassen lassen.
  • 5. Hygiene vergessen: Ein Kissen, das im Studio, im Park und am See dabei ist, sammelt Schweiß und Schmutz. Bezug regelmäßig waschen — und für draußen ein Modell wählen, das Feuchtigkeit verträgt.

Fortgeschrittene Anwendungen

Auch in anspruchsvollen Asanas leistet das Kissen gute Dienste — hier gehört aber eine qualifizierte Anleitung dazu:

Asana Anwendung
Kopfstand (Sirsasana) Kissen unter dem Kopf entlastet den Nacken und verbessert die Ausrichtung
Fisch (Matsyasana) Kissen unter dem oberen Rücken öffnet die Brust und vertieft die Dehnung
Schulterstand (Sarvangasana) Kissen unter den Schultern stützt die Wirbelsäule

Häufige Fragen zur Yogakissen Anwendung

Wie benutzt man ein Yogakissen richtig?

Setz dich so auf das Kissen, dass das Becken leicht erhöht ist und die Knie tiefer liegen als die Hüfte — so richtet sich die Wirbelsäule von selbst auf. In Asanas platzierst du das Kissen dort, wo dein Körper Stütze braucht: unter Knien, Becken, Brust oder Kopf.

Welche Höhe sollte ein Yogakissen haben?

Als Faustregel: je weniger flexibel Hüfte und Leisten, desto höher das Kissen. Üblich sind 12–20 cm Sitzhöhe. Bei einem aufblasbaren Kissen stellst du die Höhe über die Luftmenge stufenlos ein und kannst sie jederzeit ändern.

Was ist der Unterschied zwischen Yogakissen und Bolster?

„Yogakissen" ist der Oberbegriff; ein Bolster ist die längliche, feste Rollenform, die vor allem im Yin- und Restorative-Yoga als Ganzkörperstütze dient. Runde Zafu-Kissen sind dagegen primär Sitzkissen für die Meditation.

Wofür legt man ein Yogakissen unter die Knie?

In Rückenlage entlastet ein Kissen unter den Kniekehlen den unteren Rücken — angenehm in Savasana und bei empfindlicher Lendenwirbelsäule. Im Sitzen stützen Kissen unter den Knien die Hüften und nehmen Druck aus den Gelenken.

Kann ich ein Yogakissen auch ohne Yoga verwenden?

Ja — als Sitzerhöhung am Boden, Lesekissen, Reisekissen oder zur Entspannung nach dem Sport. Aufblasbare Modelle eignen sich zusätzlich als Balance-Unterlage fürs Stabilitätstraining und dürfen mit nach draußen.

Wofür braucht man ein längliches Yogakissen?

Ein längliches (langes) Yogakissen ist ein Bolster. Es trägt in Yin- und Restorative-Haltungen den ganzen Rumpf, stützt beim Zurücklehnen, öffnet in der Fisch-Haltung die Brust und liegt in Savasana unter Knien oder Rücken. Durch die längliche Auflagefläche entlastet es großflächiger als ein rundes Sitzkissen — deshalb ist es die erste Wahl für passive, gehaltene Haltungen.

Welches Yogakissen ist das richtige für Anfänger?

Für Anfänger ist ein eher höheres, festes Kissen sinnvoll, weil Hüften und Leisten am Anfang meist noch unbeweglich sind — so kippt das Becken leichter nach vorn und der Rücken bleibt aufrecht. Am flexibelsten bist du mit einem verstellbaren Modell, das mit deiner Beweglichkeit „mitwächst": viel Höhe am Anfang, weniger, je beweglicher du wirst. Eine ausführliche Kaufhilfe findest du unter Welches Yogakissen ist das richtige?

Wie reinige ich ein Yogakissen?

Den abnehmbaren Bezug laut Pflegeetikett waschen (meist 30°), die Füllung selbst trocken halten. Bei aufblasbaren Kissen wäschst du nur den Bezug — die wasserdichte Luftblase wischst du bei Bedarf feucht ab.

Weiterlesen rund ums Yogakissen

Zurück zum Blog

Was wir machen?

Hi ich bin der Tobi, Gründer von BOLSTair® - zusammen mit meinem Team aus Physiotherapeuten & Sportwissenschaftlern haben wir das BOLSTair® ein aufblasbares Bolsterkissen erfunden und auf den Markt gebracht! Sieh dir hier gerne mehr Infos dazu an:

Jetzt 10€ sparen & noch mehr über uns erfahren:

Abonniere unsere Mails, erhalte direkt einen10€ Gutscheinund lass dir ein paarspannende Einblickein dieEntstehungsgeschichtedesBOLSTair®Projekts geben. Der Gründer und Adrenalinsportler Tobi Deckert lässt dich hinter den Vorhang blicken, wie sein Team und er auf die Idee und in die Umsetzung gekommen ist, freu dich darauf!