Zuletzt aktualisiert: Juli 2026
Welches Yogakissen das richtige ist, hängt von drei Dingen ab: deiner Beweglichkeit (welche Höhe brauchst du?), deinem Einsatz (Meditation, Yin-Yoga, Stützen) und wie fest es sein soll. Die gute Nachricht: Statt dich zwischen Dutzenden Höhen, Formen und Füllungen zu entscheiden, gibt es eine Variante, die sich all das einstellen lässt. Dieser Guide führt dich Schritt für Schritt zur richtigen Wahl.
Ein gutes Yogakissen bringt dein Becken so weit über den Boden, dass Hüfte und Knie entlastet werden und die Wirbelsäule aufrecht bleibt. Entscheidend sind vier Faktoren: die Höhe (passend zu deiner Beweglichkeit), die Festigkeit (stabil genug, um nicht durchzusacken), die Form (rund fürs Sitzen, länglich zum Stützen) und das Material/Füllung (formstabil, langlebig, idealerweise nachhaltig). Wer viel reist oder wenig Platz hat, achtet zusätzlich auf Gewicht und Packmaß.
Der Trick gegen die Qual der Wahl: ein aufblasbares Yogakissen. Über die Luftmenge stellst du Höhe und Festigkeit selbst ein – ein Kissen ersetzt so mehrere. Das BOLSTair Basic wiegt dabei nur 280 g. ↓ Warum aufblasbar die meisten Entscheidungen löst
Die richtige Höhe finden
Die Höhe ist die wichtigste Entscheidung. Faustregel: Im Schneidersitz sollten deine Knie tiefer liegen als die Hüfte – erst dann kippt das Becken leicht nach vorn und der Rücken bleibt von allein aufrecht. Als grobe Orientierung:
- Sehr beweglich: 8–12 cm reichen oft.
- Durchschnittlich beweglich: 13–18 cm sind der übliche Bereich.
- Wenig beweglich / steife Hüften: 18 cm und mehr, damit die Knie unter Hüfthöhe kommen.
Das Problem an festen Kissen: Du musst dich vorab festlegen – und liegst leicht daneben. Mehr dazu im Detail unter Welche Höhe braucht ein Yogakissen?.
Welche Form für welchen Zweck
Die Form richtet sich nach dem Einsatz:
- Rund (Zafu): der Klassiker fürs aufrechte Sitzen in Meditation und Atemübungen.
- Länglich (Bolster): zum Stützen unter Knie, Rücken oder Brustkorb in Yin- und Restorative-Yoga.
- Flach (Zabuton-Stil): als Unterlage für Knie und Knöchel, meist ergänzend.
Wer mehrere Yoga-Stile praktiziert, bräuchte eigentlich mehrere Formen. Die Unterschiede und wann sich welche lohnt, vertiefen die Beiträge rundes Yogakissen, längliches Yogakissen und Yoga-Bolster.
Füllmaterial & Festigkeit
Das Füllmaterial bestimmt Festigkeit, Gewicht und Langlebigkeit. Die üblichen Varianten:
- Dinkelspelz / Buchweizen: formstabil und anpassungsfähig, aber schwer und mit der Zeit nachfüllbedürftig.
- Kapok / Baumwolle: weich und leicht, sacken aber schneller durch.
- Schaumstoff: formstabil, oft aber weniger atmungsaktiv.
- Luft (aufblasbar): stufenlos einstellbare Festigkeit, extrem leicht, sackt nicht durch.
Wichtig ist, dass das Kissen unter deinem Gewicht nicht komplett zusammensinkt – sonst verliert es genau die Höhe, für die du es gekauft hast. Achte außerdem auf einen abnehmbaren, waschbaren Bezug und ein nachhaltiges Material; mehr dazu unter nachhaltiges Yogakissen.
Worauf du beim Kauf sonst noch achten solltest
- Gewicht & Packmaß: Klassische Kissen wiegen 1–3 kg. Für Kurse, Reisen oder Outdoor zählt jedes Gramm.
- Bezug: abnehmbar und waschbar – Hautkontakt und Schweiß machen das nötig.
- Verarbeitung: stabile Nähte und ein belastbarer Griff erhöhen die Lebensdauer.
- Nachhaltigkeit: Materialherkunft und Recyclinganteil werden für viele zum Kaufkriterium.
- Vielseitigkeit: Je mehr Einsätze ein Kissen abdeckt, desto weniger brauchst du.
Warum aufblasbar die meisten Entscheidungen löst
Die meisten Kauffragen – welche Höhe, wie fest, welche Größe, wie transportabel – verschwinden, sobald das Kissen einstellbar ist. Ein aufblasbares Yogakissen wie das BOLSTair Basic stellst du über die Luftmenge in Höhe und Festigkeit selbst ein: heute niedrig und weich zum Sitzen, morgen hoch und fest zum Stützen. Es sackt nicht durch, wiegt nur 280 g, passt luftleer in jede Tasche und besteht aus recycelten PET-Flaschen. So ersetzt ein Kissen mehrere feste Modelle – und du musst dich beim Kauf nicht auf einen einzigen Wert festlegen.
Das BOLSTair wurde übrigens im MDR-Format „Einfach Genial" vorgestellt und von yogaworld.de unabhängig getestet – ein Blick, der die Entscheidung erleichtert.
Typische Fehler beim Yogakissen-Kauf
Diese Stolpersteine kosten am häufigsten Geld und Nerven:
- Zu niedrig gekauft: Das Kissen sieht im Laden hoch aus, unter dem Körpergewicht sackt es aber ein – am Ende sitzt du zu tief. Achte auf die Festigkeit, nicht nur die angegebene Höhe.
- Nur eine Anwendung bedacht: Wer nur ans Meditieren denkt, ärgert sich, wenn er später ein Bolster zum Stützen braucht. Lieber gleich vielseitig wählen.
- Gewicht unterschätzt: Ein 2,5-kg-Kissen bleibt zu Hause liegen, wenn du eigentlich unterwegs üben wolltest.
- Bezug vergessen: Ohne abnehmbaren, waschbaren Bezug wird das Kissen mit der Zeit unhygienisch.
- Am falschen Ende gespart: Ein billiges, schnell durchsackendes Kissen wird oft zweimal gekauft – ein langlebiges, vielseitiges rechnet sich.
Kurz: Wähle nach Festigkeit, Vielseitigkeit und Verarbeitung statt allein nach Preis – dann passt das Kissen dauerhaft.
Häufige Fragen zum Yogakissen-Kauf
Welches Yogakissen ist das richtige für Anfänger?
Für den Einstieg empfiehlt sich ein eher höheres, festes Kissen, weil Anfänger oft noch steife Hüften haben und mehr Unterstützung brauchen. Ein einstellbares (aufblasbares) Kissen ist ideal, weil du die Höhe an deine wachsende Beweglichkeit anpassen kannst, statt später neu zu kaufen.
Welche Höhe sollte ein Yogakissen haben?
Als Faustregel gilt: Die Knie sollten im Sitzen tiefer liegen als die Hüfte. Beweglichere Menschen kommen mit 8–12 cm aus, die meisten mit 13–18 cm, weniger bewegliche brauchen 18 cm und mehr. Ein höhenverstellbares Kissen nimmt dir die Festlegung ab.
Welches Füllmaterial ist am besten?
Formstabile Füllungen (Dinkelspelz, Buchweizen) halten die Höhe gut, sind aber schwer. Kapok ist leicht, sackt aber durch. Luft als „Füllung" verbindet beides: stufenlos einstellbare Festigkeit ohne Durchsacken und mit minimalem Gewicht.
Rund oder länglich – welche Form brauche ich?
Rund (Zafu) fürs aufrechte Sitzen in Meditation, länglich (Bolster) zum Stützen in Yin- und Restorative-Yoga. Wer beides macht, profitiert von einem vielseitigen Kissen, das sich für mehrere Positionen eignet.
Was kostet ein gutes Yogakissen?
Solide Kissen beginnen bei rund 30–40 €, hochwertige und langlebige Modelle liegen darüber. Wichtiger als der Preis ist, dass Höhe, Festigkeit und Verarbeitung zu deinem Einsatz passen – ein vielseitiges Kissen, das mehrere ersetzt, rechnet sich schnell.
Lohnt sich ein aufblasbares Yogakissen?
Wenn dir Flexibilität, geringes Gewicht und Transport wichtig sind: ja. Ein aufblasbares Kissen ersetzt über die einstellbare Höhe und Festigkeit mehrere feste Modelle und ist mit wenigen hundert Gramm ideal für Kurse, Reisen und Outdoor.