Person dehnt die Hamstrings in gestützter Vorbeuge

Hamstrings dehnen: Die besten Dehnübungen für die Beinrückseite

Zuletzt aktualisiert: 24. Juli 2026

Hamstrings dehnen löst genau das Ziehen an der Beinrückseite, das viele vom Bücken und Sitzen kennen — und beugt einer der häufigsten Sportverletzungen vor: der Zerrung des hinteren Oberschenkels. Hier bekommst du die effektivsten Dehnübungen für die Hamstrings mit Schritt-für-Schritt-Anleitung, für Einsteiger wie Fortgeschrittene, plus die Antwort auf die häufigste Frage: wie lange und wie oft du halten solltest.

Was sind die Hamstrings und warum sie dehnen?

Die Hamstrings sind die Muskelgruppe an der Rückseite des Oberschenkels — Biceps femoris, Semitendinosus und Semimembranosus. Sie beugen das Knie und strecken die Hüfte und sind bei jedem Schritt, Sprung und Sprint beteiligt. Durch langes Sitzen verkürzen sie schnell, was das Becken nach hinten kippt und den unteren Rücken belastet. Hamstrings dehnen stellt die Länge wieder her: mehr Bewegungsreichweite, bessere Haltung und ein deutlich geringeres Zerrungsrisiko.

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Tiefer dehnen ohne Rundrücken: Bei der Vorbeuge machen viele den Rücken rund, statt aus der Hüfte zu kippen — dann dehnst du den Rücken statt die Hamstrings. Ein Bolster (etwa das aufblasbare BOLSTair) unter Gesäß oder Knien richtet dich auf und lässt die Beinrückseite sauber loslassen. Das BOLSTair Basic stellst du über die Luftmenge passend ein. ↓ Direkt zur gestützten Hamstring-Dehnung springen

Warum flexible Hamstrings wichtig sind

Verkürzte Hamstrings sind mehr als unangenehm — sie ziehen am Becken, verändern die Haltung und erhöhen das Verletzungsrisiko. Regelmäßiges Dehnen zahlt sich mehrfach aus:

  • Größere Bewegungsreichweite: flüssigere Bewegungen bei Laufen, Springen, Kniebeugen.
  • Weniger Verletzungen: geschmeidige Hamstrings reißen seltener — Zerrungen der Beinrückseite gehören zu den häufigsten Sportverletzungen.
  • Bessere Haltung: gelöste Hamstrings entlasten den unteren Rücken und richten das Becken auf.
  • Mehr Sprungkraft: elastische Muskulatur überträgt Kraft effizienter.

Hamstrings dehnen: die 3 besten Übungen

Halte jede Dehnung 20–30 Sekunden, atme ruhig weiter, geh nur bis zum angenehmen Ziehen — nie in den Schmerz.

1. Stehende Vorwärtsbeuge

Der Klassiker für die ganze Beinrückseite:

  1. Aufrecht stehen, Füße hüftbreit, Knie ganz leicht gebeugt.
  2. Aus der Hüfte (nicht aus dem Rücken!) nach vorn kippen und die Hände Richtung Boden sinken lassen.
  3. Rücken lang lassen, Nacken locker. Das Ziehen gehört an die Beinrückseite.
  4. 20–30 Sekunden halten, langsam aufrollen.

2. Liegende Beinhebung (Hamstrings dehnen im Liegen)

Die rückenschonende Variante — ideal für Einsteiger und bei empfindlichem unteren Rücken:

  1. Auf den Rücken legen, beide Beine ausgestreckt.
  2. Ein Bein gestreckt so weit anheben, wie es angenehm zieht; mit den Händen (oder einem Gurt) hinter Oberschenkel oder Wade fassen.
  3. 20–30 Sekunden halten, langsam absenken, Seite wechseln.

3. Sitzende Vorbeuge

Dehnt Hamstrings und Waden zugleich — die Waden gezielt weiterbehandeln kannst du mit den Dehnübungen für die Wadenmuskulatur:

  1. Aufrecht sitzen, ein Bein gerade nach vorn strecken, das andere anwinkeln (Fußsohle an den Innenschenkel).
  2. Aus der Hüfte über das gestreckte Bein nach vorn kippen, Hände Richtung Fuß schieben.
  3. Rücken gerade, 20–30 Sekunden halten, Seite wechseln.

Der Trick für Einsteiger: gestützt dehnen

Das häufigste Problem beim Hamstrings-Dehnen: Die Muskeln sind zu verkürzt, um sauber aus der Hüfte zu kippen — also rundet sich der Rücken, und die Dehnung landet an der falschen Stelle. Genau hier hilft eine Erhöhung unter dem Gesäß. Sobald das Becken höher sitzt, kippt es leichter nach vorn, der Rücken bleibt gerade, und die Dehnung geht dorthin, wo sie hingehört — in die Beinrückseite. In der liegenden Variante kann ein Bolster unter den Knien die Lendenwirbelsäule entlasten.

Ein aufblasbares Bolster wie das BOLSTair Basic ist dafür ideal, weil du die Höhe über die Luftmenge genau auf deine Beweglichkeit einstellst: mehr Höhe, solange die Hamstrings noch straff sind, weniger, je beweglicher du wirst. Mit 280 g nimmst du es mit ins Studio, ins Büro oder auf Reisen. Ergänzend passt unser Beitrag Dehnübungen für die Beine.

Fortgeschrittene Hamstring-Dehnungen

  • Wand-Dehnung (Beine an die Wand): auf dem Rücken das gestreckte Bein an einer Wand oder einem Türrahmen ablegen — sanft und lange haltbar.
  • Dehnung mit Gurt: im Liegen einen Yogagurt um den Fuß legen und das gestreckte Bein kontrolliert zu dir ziehen — mehr Kontrolle über die Intensität.
  • PNF-Dehnung: Muskel 5–10 Sekunden anspannen, dann in die Dehnung lösen — effektiv, aber nur für Erfahrene und mit warmen Muskeln.

Richtig dehnen: die wichtigsten Tipps

  • Aufwärmen: 5 Minuten leichtes Cardio vor dem Dehnen — kalte Hamstrings dehnt man nicht.
  • Aus der Hüfte kippen, nicht den Rücken runden — das entscheidet über Wirkung oder Fehlbelastung.
  • Knie leicht gebeugt bei Vorbeugen, wenn es sonst im Rücken oder in der Kniekehle zwickt.
  • Nie federn: ruhig in die Dehnung sinken, halten, ausatmen.

Hamstrings stärken: Übungen gegen Zerrungen

Beweglichkeit allein reicht nicht — die meisten Hamstring-Zerrungen treffen Muskeln, die für die Belastung schlicht zu schwach sind. Dehnen und Kräftigen gehören deshalb zusammen. Diese Übungen bauen eine belastbare Beinrückseite auf:

Übung Wirkung
Nordic Hamstring exzentrische Kraft — der wirksamste Schutz vor Zerrungen
Beckenbrücke (ein- oder beidbeinig) Hüftstreckung und untere Hamstrings
Rumänisches Kreuzheben Dehnung unter Last — kräftigt die ganze hintere Kette
Beinbeuger mit Gleittuch oder Ball Kniebeugung gegen Widerstand

Zwei kurze Krafteinheiten pro Woche genügen. Wer die tiefen Bein-Stabilisatoren mitnehmen will, kombiniert das mit dem Training der tiefen Oberschenkelmuskulatur; für Sportler mit viel Sprint-Anteil lohnt zusätzlich das Krafttraining für Sprinter, das die hintere Kette gezielt belastbar macht.

Häufige Fragen zum Hamstrings-Dehnen

Wie lange sollte man die Hamstrings dehnen?

Halte jede Dehnung 20–30 Sekunden und wiederhole sie 2–3 Mal pro Seite. Für nachhaltige Beweglichkeit dehnst du die Hamstrings am besten täglich oder mindestens 3–4 Mal pro Woche. Länger als 60 Sekunden bringt kaum Zusatznutzen.

Wie dehnt man die Hamstrings im Liegen?

Auf den Rücken legen, ein Bein gestreckt anheben und mit den Händen oder einem Gurt hinter Oberschenkel oder Wade zu dir ziehen. Das ist die rückenschonendste Variante — ideal bei empfindlichem unterem Rücken und für Einsteiger.

Warum sind meine Hamstrings so unbeweglich?

Meist durch langes Sitzen: Die Hamstrings verkürzen in der Sitzhaltung dauerhaft. Auch einseitiges Training (viel Laufen ohne Dehnen) und genetische Veranlagung spielen mit. Die gute Nachricht: Mit regelmäßigem Dehnen verbessert sich die Beweglichkeit in Wochen deutlich.

Sollte man verkürzte Hamstrings vor oder nach dem Sport dehnen?

Vor dem Sport dynamisch mobilisieren (Beinpendel, Ausfallschritte), die langen statischen Dehnungen nach dem Training oder in eigene Beweglichkeitseinheiten legen. Statisches Dehnen direkt vor einem Sprint kann die Explosivität kurzzeitig senken.

Hilft ein Kissen beim Hamstrings-Dehnen?

Ja — als Sitzerhöhung unter dem Gesäß kippt das Becken leichter nach vorn, sodass du aus der Hüfte statt aus dem runden Rücken dehnst. So kommt die Dehnung wirklich in der Beinrückseite an. Bei einem aufblasbaren Kissen stellst du die Höhe passend zu deiner Beweglichkeit ein.

Welche Übungen stärken die Hamstrings?

Die wirksamsten Kräftigungsübungen sind der Nordic Hamstring (exzentrisch, top gegen Zerrungen), die ein- oder beidbeinige Beckenbrücke, das rumänische Kreuzheben und Beinbeuger mit Gleittuch oder Ball. Zwei kurze Einheiten pro Woche reichen. Kombiniert mit regelmäßigem Dehnen hältst du die Beinrückseite beweglich und belastbar zugleich.

Wie beuge ich einer Hamstring-Zerrung vor?

Der beste Schutz ist die Kombination aus exzentrischer Kraft (Nordic Hamstring), gutem Aufwärmen, sauberer Technik und regelmäßigem Dehnen. Besonders wichtig bei Sprint- und Sprungsportarten: Die Hamstrings müssen die hohe Bremskraft in der Schwungphase abfangen — dafür brauchen sie sowohl Länge als auch Kraft.

Was tun bei Schmerzen in den Hamstrings?

Scharfer oder stechender Schmerz ist ein Stopp-Signal — dann nicht weiterdehnen. Bei leichten Verspannungen helfen sanftes Dehnen und Wärme. Halten die Beschwerden an oder trat der Schmerz plötzlich beim Sport auf (mögliche Zerrung), ärztlich abklären lassen.

Weiterlesen: Beweglichkeit für die Beine

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