Yoga-Posen: die wichtigsten Asanas im Überblick

Yoga-Posen: die wichtigsten Asanas im Überblick

Zuletzt aktualisiert: Juli 2026

Yoga-Posen – auf Sanskrit „Asanas" – sind die Körperhaltungen, aus denen jede Yogastunde aufgebaut ist. Ob Positionen im Stehen, Sitzen oder Liegen: Sie kräftigen, dehnen und schulen die Balance. Dieser Überblick stellt dir die wichtigsten Yoga-Figuren nach Kategorien vor – verständlich erklärt und mit Hinweisen, worauf du achten solltest. So findest du dich in der Vielfalt der Asanas schnell zurecht.

Was sind Yoga-Posen (Asanas)?

„Asana" ist der Sanskrit-Begriff für eine Yoga-Haltung – im Deutschen sprechen wir von Yoga-Posen, -Positionen oder -Figuren. Ursprünglich meinte Asana den festen, ruhigen Sitz für die Meditation; heute umfasst der Begriff alle Körperhaltungen des Yoga. Jede Asana hat einen Sanskrit-Namen (z. B. Tadasana = Berg) und eine bestimmte Wirkung: Standhaltungen kräftigen, Vorbeugen dehnen, Umkehrhaltungen drehen die Perspektive um, Drehungen mobilisieren die Wirbelsäule. Zusammen ergeben sie ein ausgewogenes Training für den ganzen Körper.

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Die Kategorien der Asanas

Yoga-Positionen lassen sich grob in Gruppen einteilen – das hilft, die Vielfalt zu ordnen:

  • Standhaltungen: Berg, Krieger I–III, Dreieck – kräftigen Beine und Rumpf, schulen Stabilität.
  • Vorbeugen: sitzende und stehende Vorbeuge – dehnen die Rückseite, beruhigen.
  • Rückbeugen: Kobra, Brücke – öffnen Brust und Hüfte, kräftigen den Rücken.
  • Drehungen: Drehsitz – mobilisieren die Wirbelsäule.
  • Balancehaltungen: Baum, Adler – schulen Gleichgewicht und Konzentration.
  • Umkehrhaltungen: herabschauender Hund, Schulterstand – drehen die Perspektive um (fortgeschritten).

Die wichtigsten Posen für Anfänger

Mit diesen Figuren startest du sicher – sie kommen in fast jeder Stunde vor:

  • Berghaltung (Tadasana): aufrechtes Stehen, die Basis jeder Ausrichtung.
  • Herabschauender Hund (Adho Mukha Svanasana): umgekehrtes V für den ganzen Körper.
  • Krieger II (Virabhadrasana II): kraftvolle Standhaltung für Beine und Fokus.
  • Baum (Vrksasana): Balance auf einem Bein.
  • Kobra (Bhujangasana): sanfte Rückbeuge für einen starken Rücken.
  • Kindeshaltung (Balasana): die Ruheposition für zwischendurch.

Wie du diese Haltungen zu einer ersten Praxis verbindest, zeigt der Beitrag Yoga für Anfänger.

Sitzhaltungen für Meditation

Eine besondere Gruppe sind die sitzenden Asanas – der ursprüngliche Sinn des Wortes. Schneidersitz, Fersensitz und (für Geübte) Lotus bilden die Basis für Atemübungen und Meditation. Damit du in diesen Positionen aufrecht und schmerzfrei sitzen kannst, sollte das Becken erhöht sein: Ein Yogakissen bringt die Knie unter Hüfthöhe, sodass die Wirbelsäule von allein aufrecht bleibt. Gerade wenn die Hüften noch steif sind, macht eine Sitzerhöhung diese Haltungen erst bequem.

Tipps für saubere Asanas

  • Ausrichtung vor Tiefe: Eine saubere, flachere Haltung ist besser als eine tiefe, krumme.
  • Atem mitnehmen: ruhig weiteratmen, nie die Luft anhalten.
  • Hilfsmittel nutzen: Block und Kissen machen Positionen zugänglich – kein Zeichen von Schwäche.
  • Nie in den Schmerz: ein Ziehen ist okay, Schmerz ist ein Stoppsignal.
  • Geduld: Figuren wie Lotus oder Schulterstand brauchen Zeit – erzwinge nichts.

In welcher Reihenfolge übt man Asanas?

Eine sinnvolle Praxis folgt einem Bogen, damit der Körper sicher aufgewärmt und wieder heruntergefahren wird:

  1. Ankommen & Atem: ruhig einstimmen.
  2. Aufwärmen: sanfte Mobilisation, z. B. Katze-Kuh.
  3. Standhaltungen: Krieger, Dreieck – wenn der Körper warm ist.
  4. Boden: Vorbeugen, Drehungen, Rückbeugen im Wechsel.
  5. Ausklang & Savasana: ruhige Haltungen und Endentspannung.

Umkehrhaltungen und anspruchsvolle Figuren kommen in die Mitte, wenn du am wärmsten bist. Als Einsteiger musst du das nicht selbst planen – ein Kurs oder Video übernimmt die Dramaturgie.

Häufige Fragen zu Yoga-Posen

Was ist der Unterschied zwischen Asana, Pose und Position?

Kein inhaltlicher – „Asana" ist der Sanskrit-Begriff, „Pose", „Position" und „Figur" sind die deutschen Entsprechungen. Alle meinen eine Yoga-Körperhaltung.

Welche Yoga-Posen eignen sich für Anfänger?

Berghaltung, herabschauender Hund, Krieger II, Baum, Kobra und Kindeshaltung. Sie kommen in fast jeder Stunde vor und lassen sich leicht vereinfachen.

Wie viele Yoga-Positionen gibt es?

Es existieren mehrere hundert benannte Asanas, aber du brauchst nur eine Handvoll für eine solide Praxis. Qualität und Regelmäßigkeit schlagen die Menge.

Wie lange sollte man eine Pose halten?

Das hängt vom Stil ab: In dynamischen Stilen nur wenige Atemzüge, in ruhigen Haltungen (Yin) mehrere Minuten. Für Einsteiger sind 3–5 Atemzüge pro Haltung ein guter Richtwert.

Brauche ich Hilfsmittel für Yoga-Figuren?

Nicht zwingend, aber Block und Kissen erleichtern viele Haltungen – besonders sitzende Positionen und Vorbeugen. Ein Yogakissen als Sitzerhöhung ist die hilfreichste Ergänzung.

Was ist die wichtigste Grundhaltung?

Die Berghaltung (Tadasana). Sie wirkt simpel, schult aber die Ausrichtung, auf der alle anderen Standhaltungen aufbauen.

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